Goldrausch: Indian Summer an der Südseite der Alpen 

Wenn die Wälder sich verfärben, bricht südlich der Alpen die schönste Zeit zum Wandern an. Ab September treiben es die Bäume bunt. Sie leuchten in Goldgelb, Orange und Rostrot. Vor allem die Lärchen sind es, die ein wahres Freudenfeuer entfachen. Ob Almwanderung oder Gipfeltour, ob Trekking oder Biking, ob hoch zu Ross oder mit dem Buggy, ob beim Törggelen oder beim Brotbacken – der Spätherbst hält viele Attraktionen bereit!

Alpenglühen auf Ladinisch in Alta Badia (Südtirol)
Alta Badia ist das Reich der kühnen Formen. Am Fuße des Sella-Massivs gelegen – einem plateauförmigen Bergstock in den Dolomiten – zieht es seit jeher Abenteurer wie auch Genusswanderer in seinen Bann. Wenn sich bei Sonnenuntergang die Felswände rot verfärben, das Blau des Himmels nachdunkelt und alles allmählich ins Violette wechselt, liegt ein Hauch von Zauberei in der Luft. „Enrosadira” nennen die Einheimischen das Schauspiel. Das Phänomen tritt das ganze Jahr über auf und hängt mit der Zusammensetzung des Dolomiten-Gesteins, den unterschiedlichen Positionen der Sonne und den atmosphärischen Bedingungen zusammen. Wenn sich am Ende des Sommers dann auch noch die Almwiesen und Wälder verfärben, zeigt das magische Bergmassiv sich von seiner außergewöhnlichsten Seite. Von der Terrasse einer Hütte aus kann man dann den Blick über die steilen Felswände gleiten lassen und das Naturschauspiel betrachten. Dass auf über 2.000 Meter mittlerweile Sterneköche am Werk sind, gibt dem Ganzen noch den entscheidenden Kick. Die Zutaten für das Mountain-Cooking kommen selbstverständlich allesamt aus der Region. Dazu werden ausgesuchte, perfekt gekühlte Südtiroler Weine serviert. Bis 23. September sind mit dem „Mountain-Pass Alta Badia” alle Lifte und Seilbahnen, die im Sommer in Betrieb sind, noch zu benützen. Das erleichtert so manchem den Aufstieg! Als Base Camp für sämtliche Unternehmungen – sei es Herbstwandern, Biken oder  einfach nur Genießen – bietet sich das Dolomiti Wellness Hotel Fanes an. Es thront in herrlicher Panoramalage oberhalb von St. Kassian und verfügt über einen herausragenden Wellnessbereich. A propos: Auf den Terrassen der schicken, neuen Spa-Suiten steht ein Whirlpool – ein ganz privater Logenplatz sozusagen für Festspielgäste der „Enrosadira“. Weitere Infos unter www.hotelfanes.it

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Lärchenfeuer am Ritten (Bozen, Südtirol)
Wenn in Bozen vom Lärchenfeuer die Rede ist, dann hat das nichts mit Waldbrand zu tun. Auch nicht mit Brauchtum, wie es beim Herzjesufeuer der Fall ist. Sondern es geht um ein ganz besonderes Spektakel, das im Oktober beginnt und bis Anfang November – je nach Wetterlage – dauert. Hauptakteure sind: die Eiche, die Buche, die Esche und eben die Lärche, der Liebling aller Leaf-Peeper, zu Deutsch „Baumgucker”. Da die Verfärbung häufig über Wochen andauert, lassen sich Spektren von Grün über Gelb und Orange bis hin zu Dunkelrot beobachten. Für viele ist das Mitverfolgen, Bewundern und Fotografieren des fulminanten Farbenspiels bereits zum Sport geworden. Auch auf dem Ritten, dem Hausberg von Bozen, sind bestimmte Routen bei Baumguckern besonders beliebt: die Freud Promenade – von Klobenstein über Lichtenstern nach Oberbozen – etwa oder die Fenn Promenade, die an einem kleinen Waldgürtel entlangführt und eine tolle Sicht auf den Schlern bietet. Am Freitag, den 27. Oktober 2017 startet am Ritten eine geführte Weinwanderung und eine Woche später, am 3. November 2017 geht’s entlang des „Keschtnweges”. „Ketschn” heißen in Südtirol die Kastanien. Sie kommen gemeinsam mit dem „Nuien”, dem jungen Wein und der Speckmarende, der zünftigen Jause, beim Törggelen zu Ehren. Das Törggelen – von „Torggl” (Dialekt für Weinpresse) wird in den Buschenschänken am Ritten übrigens noch sehr ursprünglich zelebriert. Weitere Infos unter www.ritten.com

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Farbenzauber am Dach von Bozen (Jenesien, Südtirol)
Jenesien liegt hoch oben am Salten, auf einem Hochplateau oberhalb von Bozen. Es ist als Reiter- und Wanderparadies bekannt und wegen seiner günstigen Lage bis in den Spätherbst ein beliebtes Ausflugsziel. Charakteristisch für die Gegend sind die mit Lärchen gezierten Almwiesen. Das Wandergebiet Jenesien – Salten darf sich sogar mit dem Titel „größte Lärchenwiese Europas“ schmücken. Die Lärche beeindruckt aber nicht nur durch ihre elegante Silhouette und ihr rot-goldenes Kleid, sie ist auch ein vielseitig verwendbarer Nutzbaum. Lärchennadeln kommen in den bäuerlichen Familien seit jeher als Badezusatz zum Einsatz und das holzig-würzige Lärchenöl wird nach harter Arbeit gegen Muskelverspannungen eingesetzt. Im Hotel Belvedere gehören durchblutungsfördernde Massagen mit Lärchenöl ebenfalls zum SPA-Menü. Das auf Wanderer spezialisierte Haus liegt spektakulär in 1.000 Metern Höhe auf einem Sonnenhang und bietet für den Herbst seinen Gästen geführte Weinwanderungen entlang der tiefhängenden Traubenspaliere inklusive Wein- bzw. Grappaverkostung an. Weitere Inklusivleistungen sind: Nutzung des SPA-Bereiches und der Sand-Tennisplätze sowie Bereitstellung von Wanderequipment wie Rucksäcke und Stöcke. Auch die „BozenCard“ wird den Gästen frei Haus mitgeliefert. Sie ermöglicht u.a. die kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel und Seilbahnen sowie freien Eintritt in über 80 Museen. Weitere Infos unter www.belvedere-hotel.it

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Genussvoll durch den Herbst im Lesachtal (Kärnten)
Eingebettet zwischen den Karnischen Alpen im Süden und den Lienzer Dolomiten im Norden liegt das Lesachtal, das naturbelassenste Tal Europas. Abgesehen von der unberührten Natur – für die das Tal berühmt ist und mehrfach ausgezeichnet wurde – finden Reisende hier zudem auch die weltweit erste Slow Food Travel-Region und das beste Brot weit und breit. Einzigartig sind auch die bäuerliche Kultur, Tradition und Gastfreundschaft, die hier noch nicht zum Klischee erstarrt sind: So ziehen die Lesachtaler gerne mit ihren Gästen los und zeigen ihnen ihre Schätze. Zuerst die Wanderwege: Davon gibt es rund 300 Kilometer – von leichten Spazier- bzw. Rundwegen über Almwanderungen bis hin zu Gipfeltouren mit beeindruckender Fernsicht. Danach folgt im Lesachtal die „Morende”, die Bauernjause. Oder man begibt sich gleich direkt vom Berg zu einem der Hoffeste, wo im September am frühen Nachmittag bei Musik und in geselliger Runde hausgemachte Lesachtaler Leckerbissen aufgetischt werden. Auch wer sich ausgiebig durch den Herbst schlemmen möchte, wird im Lesachtal fündig: Von Anfang September bis Mitte Oktober finden in Gasthöfen und Hotels von der „Brotwoche“ über die „Wilde Lammwoche“ bis hin zur „Fisch“-, „Schlipfkrapfen“-, „Wild“- und „Steakwoche“ verschiedene kulinarische Höhepunkte statt. Köstliche „AlpinKulinarik beim Wirt“ in traumhafter Kulisse – guten Appetit im Lesachtal! Weitere Infos unter www.lesachtal.com

 Franz GERDL TVB Lesachtal 4004